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Der Zusammenhang
von Leistung und Qualität
Um
festzustellen, ob der OQM-Fragebogen
tatsächlich den Zusammenhang von
Leistung und Qualität misst, wurden
zusätzlich zwei säkulare Testverfahren
durchgeführt, die sowohl die
Eigenbewertung als auch die
Fremdbewertung abfragen. Dabei sollte
die Korrelation mit dem OQM-Fragebogen
gemessen werden. Bei den Testverfahren
handelt es sich um In-role Behavior (IRB)
und Organizational Citizenship Behavior
(OCB) (Williams & Anderson (1991),
Riketta & Landerer (2002), Van Dyne &
LePine (1008)). Der
In-role-Behavior-Fragebogen misst, wie
hoch die Pflichterfüllung eines
Mitarbeiters in einem Unternehmen ist.
Er lässt beispielsweise folgende
Aussagen bewerten:
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Ich erfülle die Anforderungen
meiner Aufgabe. |
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Ich verhalte mich am
Arbeitsplatz entsprechend dem
Missionstatement meiner
Organisation. |
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Mein Vorgesetzter ist zufrieden
mit mir. |
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Ich erfülle die Aufgaben, die
von mir erwartet werden. |
Der
Zusammenhang des OQM-Fragebogens mit dem
IRB-Fragebogen ist hoch: Die Korrelation
beträgt r=.58, p<.oo1. Der
Organizational Citizenship Behavior
misst weniger das Pflichtbewusstsein der
Mitarbeiter einer Organisation als
vielmehr die Kür – nämlich die Leistung,
die sie über das geforderte Maß hinaus
erbringen. Dabei werden Aussagen wie die
folgenden bewertet:
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Ich helfe meinen Kollegen, wenn
sie viel Arbeit haben.
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Ich helfe meinem/meiner
Vorgesetzen freiwillig bei
seiner/ihrer Arbeit.
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Ich nehme mir Zeit, mir die
Probleme und Sorgen meiner
Arbeitskollegen anzuhören.
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Ich mache unaufgefordert
Vorschläge zur Verbesserung von
Arbeitsabläufen. |
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Ich würde mein Unternehmen nie
öffentlich kritisieren.
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Ich gehe sorgfältig mit
Firmeneigentum um. |
Hier kann
man eine Korrelation von r=.53, p<.001
zum OQM-Fragebogen messen. Die
Ergebnisse bestätigen, dass zwischen der
Leistung der Mitarbeiter und der
Qualität der gesamten Organisation ein
hoher Zusammenhang besteht.
Der Zusammenhang
von Identifikation und Qualität
Auch hier
wurde parallel zum OQM-Fragebogen ein
weiteres Testverfahren angewandt, die
Mael Scale for Organizational
Identification (Mael & Ashforth, 1992).
Die Mael Scale fragt ab, wie stark sich
Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen
identifizieren. Wesentliche Aussagen,
die hier bewertet wurden, lauten
beispielsweise:
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Wenn jemand mein Unternehmen
kritisiert, fühle ich mich
persönlich angegriffen.
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Wenn ich von meiner Firma
spreche, rede ich in der Regel
von "wir" statt von "sie".
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Der Erfolg meines Unternehmens
ist mein Erfolg. |
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Wenn jemand mein Unternehmen
lobt, ist das für mich wie ein
persönliches Kompliment. |
Die
Korrelation beträgt hier r=.35, p<.001.
Das heißt, je stärker sich die
Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen
identifizieren, desto höher ist
tendenziell auch die Qualität des
Unternehmens.
Der
Zusammenhang von Fluktuation und
Qualität
Die Frage,
die hier interessiert, ist, ob
Mitarbeiter eher dazu tendieren, in
ihrem Unternehmen zu bleiben oder
möglichst schnell zu gehen:
Ich habe
die Absicht, in dieser Organisation zu
bleiben.
Die
Korrelation beträgt zwischen der vom
OQM-Fragebogen gemessenen Qualität und
dieser Frage r=.40, p<.001. Das bedeutet
einen deutlich messbaren Zusammenhang
zwischen der Qualität eines Unternehmens
und der Fluktuation der Mitarbeiter.
Der
Zusammenhang zwischen Gesundheit und
Qualität
Bei dieser
Fragestellung lief parallel die
Job-induced tension scale (JIT, House &
Rizzo, 1972). Die Probanden mussten sich
mit Aussagen wie den folgenden
auseinandersetzen:
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Meine Arbeit beeinflusst mein
körperliches Wohlbefinden.
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Ich arbeite unter großer
Anspannung. |
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Ich fühle mich durch meine
Arbeit unruhig oder nervös.
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Probleme, die meine Arbeit
betreffen, halten mich nachts
wach. |
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Ich denke oft an meinen Job,
auch wenn ich andere Dinge tue
und kann nicht abschalten. |
Hier wurde
eine Korrelation von r=-.37, p<.001
gemessen. Außerdem wurde konkret nach
typischen körperlichen Beschwerden
gefragt wie Magenschmerzen,
Kopfschmerzen, Herzrasen,
Antriebslosigkeit, Schmerzen im
Schulter- und Nackenbereich sowie
Rückenschmerzen. Die Korrelation betrug
hier r=-22, p=<.001.
Bei beiden
Fragen zeigt sich also eine signifikante
negative Korrelation. Das heißt
umgekehrt: Je höher die Qualität eines
Unternehmens ist, desto seltener oder
schwächer treten körperliche und
seelische Beschwerden auf.
Zusammenfassend lässt sich also sagen,
dass nachweislich ein deutlicher
Zusammenhang zwischen der Qualität eines
Unternehmens und der Leistung der
Mitarbeiter, der Identifikation der
Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen und
damit auch der Bereitschaft zu
persönlichem Einsatz, der
Mitarbeiterfluktuation und der
körperlichen und seelischen Gesundheit
der Mitarbeiter besteht. Dies zeigt noch
einmal folgender Grafik im Überblick.
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