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Spirituelle Erneuerung christlich
geprägter Einrichtungen
Die heutige Zeit ist gekennzeichnet durch zunehmende
Arbeitsbelastung und knappe Ressourcen. Dieser Entwicklung
wird vielerorts durch Optimierung von Organisation und
Strukturen begegnet. Quasi als Gegenbewegung lässt sich eine
verstärkte Suche nach Orientierung, Sinn und beständigen
Werten beobachten.
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Autor
dieses Artikels:
Dr. med. Bernd Meyjohann
Internist und Neurologe
Oberarzt in Lingen
CiG-Region Emsland
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Gleichzeitig wird deutlich, dass auch
konfessionelle Einrichtungen und Gemeinden vor einem Umbruch
stehen. [..] In dieser Zeit des Generations-wechsels wird
die Frage nach authentisch und gesellschafts- wirksam
gelebter christlicher Spiritualität wieder neu aktuell. So
ist es erfreulich, dass gerade aus den organisatorischen
Bereich (Management) sich zwei Ansätze zunehmend etablieren,
die auf die Förderung einer geistlichen
"Struktur-Entwicklung" abzielen. [..]
Auf Initiative der
konfessionellen Krankenhausgesellschaften und Sozial-
verbände wurde zu dem derzeit wichtigsten
Zertifizierungsverfahren (KTQ®) ein Ergänzungskatalog (proCumCert®)
entworfen, in dem die Kategorien Spiritualität und
Kirchlichkeit und Träger- und Gesellschaftsverantwortung
ergänzt wurden und zahlreiche Kriterien um einen
christlichen Wertekontext erweitert werden (siehe Tabelle
auszugsweise). Die Krankenhäuser erstellen zu diesen Themen
eine Selbstbewertung, die dann im Rahmen des
Zertifizierungsverfahrens von externen Visitoren ebenfalls
eingeschätzt wird – mit der Möglichkeit, auch in diesem
Bereich gegebenenfalls Verbesserungs- potentiale
aufzuzeigen. [..]
Welchen Beitrag kann OQM leisten?
Ein weiteres Instrument, das
zur spirtuellen Erneuerung konfessioneller Einrichtungen
verwendet werden kann, ist das vom Institut Exaudit (www.exaudit.de)
aus der Natürlichen Gemeinde-Entwicklung weiterentwickelte
Organische Qualitätsmanagement (OQM®).
Ziel ist eine ganzheitliche Standortbestimmung in den
Bereichen Führung, Mitarbeit, Strukturen, Werte &
Unternehmenskultur, Spiritualität, Authentizität, Teamarbeit
und Beziehungen. Hierbei werden sowohl "äußere Faktoren"
(z.B. die Professionalität von Teams) als auch innere
Überzeugungen (z.B. Glaube) abgefragt und miteinander in
Beziehung gesetzt. Auf der Grundlage dieser
Standortbestimmung kann eine Organisation ganzheitlich und
unter Einbeziehung einer lebendigen Spiritualität
weiterentwickelt werden, so dass ein Arbeitsumfeld entsteht,
das für die Mitarbeiter befriedigender wird und gleichzeitig
dem Auftrag der Organisation besser gerecht werden kann.
Dieses Konzept wurde bereits im Rahmen eines Pilotprojektes
in verschiedenen Einrichtungen der Assoziation der Deutschen
Malteser (MHD) wie auch in ähnlicher Ausrichtung weltweit
bei der Einschätzung von christlichen
Non-Profit-Organisationen mit Erfolg eingesetzt.
Auf Wunsch können entsprechende Prozesse durch Supervision
und Coaching fach- und "glaubens"kompetent begleitet werden.
Interessant ist hier vor allen auch, dass ein sehr ähnliches
Konzept sowohl in Unternehmen und Organisationen wie auch in
Gemeinden eingesetzt werden kann, da es sich an den gleichen
Entwicklungsmerkmalen orientiert. Im Glauben, dass alles
Geschehen in einem größeren Sinn-Zusammenhang steht, können
beide Ansätze dahingehend verstanden werden, dass Gott mit
den Mitteln dieser Zeit Akzente zur spirituellen
Rückbesinnung und Erneuerung setzt. Lasst sie uns aktiv
nutzen, wo sie uns zugänglich sind wie beispielsweise in
unserer praktischen Arbeit, entsprechenden Themengruppen
oder auch durch Kontakte zwischen Gesundheitseinrichtungen
und Gemeinde. Das Anliegen in allen Bereichen ist letztlich
dasselbe. |